Campus und so

Nun Leute, ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet. Ich merke das besonders am Wetter. War es zu Beginn doch über 40° C und kaum auszuhalten außerhalb der klimatisierten Räume, hat sich dies mittlerweile doch stark geändert. Am letzten Mittwoch sind sogar die ersten Schneeflocken!!! Gefallen (wenn sie auch nicht liegen geblieben sind). Long story short, hier meine Eindrücke vom Campus…

Ihr könnt  es euch nicht vorstellen es ist superschön, es erinnert mich von der Stadt her ein wenig an Fernie (das kanadische Skigebiet in dem ich war). Wir haben um die 12.000 Einwohner und davon sind 10.000 Studenten. Ihr könnt euch also vorstellen was hier abends los ist. Es gibt nicht nur jeden Abend Hauspartys, teilweise gehen die sogar schon mittags los. Das was ich aber am liebsten erzähle sind die Bierpreise in den Bars: Dienstags etwa kostet ein Bier im Pub 25 Cent, Mittwochs und Donnerstags ist „all u can drink“ für 7 Dollar. Krasse Sache!

Vom Campus her ist es wie in diesen amerikanischen Filmen. Der Campus ist quasi noch einmal eine Stadt an sich mit einem riesigen Sportsangebot.  Es gibt ein Schwimmbad, unzählige Tennis-, Squash-, Basketball-, Fussballplätze etc. mehrere Fitnessstudio und sogar eine eigene Bowlingbahn. Die Uni selbst bezeichnet sich als „Sportuni“.  Besonders stolz sind sie auf ihr Footballteam, die Warhawks, das mehrfach amerikanischer Meister wurde. Das Stadion selbst ist schön (fast ca. 4.000 Zuschauer), leider sind die Warhawks viel zu gut, sie gewinnen jedes Spiel mit mehr als 50 Punkten Vorsprung. Spannung kommt somit leider keine auf, aber das ganze drum herum ist schön. Besonders auf dem Parkplatz vor dem Stadion ist die Hölle los. Dort wird gegrillt & getrunken. Kann man sich eigentlich wie auf nem Campingplatz von nem Festival vorstellen.

 

Die nationalen Titel der Warhawks.

Neben den Sportevents gibt es noch eine Reihe anderer Events, so war ich bei einem Auftritt von einem Magier. Ich weiß nicht wie er heißt, aber bald gibt es ein MTV Cribs von ihm, ihr merkt schon seine Gehirnwäsche war gut . Es gibt noch ein Kino auf dem Campus, das die Filme zeigt, die grade aus den normalen Kinos raus sind. Der ganze Spaß kostet nur 1 Dollar, da freut man sich, jedoch hält die Freude nicht lange an, wenn man dazu salziges Popcorn essen muss


 Wenn der Ökonom mal ins Kino geht

 

Wenn ich mir die Mensa anschaue kann ich sehr gut verstehen, warum es in Amerika so viele wohl genährte Bäuche in den USA gibt. Es gibt abgesehen von einer Salatbar ausschließlich Fastfood und es ist all u can eat. Leider, leider (oder soll ich sagen zu Glück für meine Körper) schmeckt das Essen grauenhaft. Die schaffen es nicht einmal Pizza hinzubekommen! Einzig das Eis bzw. die Waffeln zum Dessert sind lecker Ich schlage mir immer wenn ich in die Mensa gehe deshalb damit den Bauch voll. Ich gehe allerdings aus den bekannten Gründen äußerst selten in die Mensa. Meistens koche ich daheim oder ich gehe in Downtown essen. Da ist das essen meist genauso teuer und es gibt von mexikanischer, über chinesischer, italienisch  und natürlich amerikanischer Küche bis hin zu Sushi und Tapas alles was das Herz begehrt


 

Ansonsten ist das hier ganz anders geregelt als in Deutschland. Abends nach der Uni organisiert man sich in sogenannten Clubs und macht das was einem Spaß macht. Ich bin dem Skiclub, dem Outdoorclub und dem Cyclingclub beigetreten. 

Von den Ausflügen die ich gemacht habe erzähle ich im Laufe der nächsten Woche. Die letzte Woche war ein bisschen stressig, ich hatte Midterm examens. Und morgen geht’s nach Madison aufs Freak Fest, das ist wohl ein riesen Halloween Fest, ich bin gespannt. Ich werde auf alle Fälle als Tebartz-van-Elst gehen , der hat es übrigens auch in den USA in die Nachrichten geschafft.  Nur kurz, letzte Woche war ich bei uns im Ort auf einer Farm in einem sogenannten Haunted House. Da läuft man durch abgedunkelte Räume und überall erschrecken einen, dann Schauspieler. Kann man sich nicht so leicht vorstellen war aber wirklich ganz cool.

Also bis die Tage

Lucas

Mein Unigebäude von innen...


 ... und von außen

 

Das alljährliche bemalen in der Straße zur Uni in der Unifarbe...

26.10.13 03:40, kommentieren

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Florida

Flug:

Nachdem ich geschlagene 2 Stunden in der Schlange verbracht hatte, um mein Ausweis durchchecken zu lassen, ging es dann endlich Richtung Fort Lauderdale los. Ich hatte das große Glück am Notausgang sitzen zu dürfen (yeah! Beinfreiheit!). Neben mir saß Monica, eine Spanierin um die 50, die schon ewig in Miami wohnt, einen US-Pass hat und trotzdem einen extremkrassen Akzent hat. Monica war so lustig, ich hab die 11 Stunden nur einen Film geguckt, den Rest haben wir uns totgelacht. Sie hat mich dann auch noch zu ihrer Familie eingeladen (dazu später mehr). Endlich angekommen durfte ich nochmals 4 (in Worten VIER!) Stunden in einer Schlange anstehen bis ich endlich offiziell in die USA immigrieren durfte Ich habe das Hostel gegen 11 Uhr erreicht bin schnell noch rüber zu Mägges um 2 Cheeseburger zu verputzen und habe mich dann totmüde ins Bett fallen lassen. Das Hostel war großartig, eigentlich sollten 5 Leute in meinem Zimmer schlafen, da es aber off Season war, war außer mir nur noch ein Mexikaner da, der in Fort Lauderdale gearbeitet hat. Der war auch nett, was mich nur verwundert hatte, ist das er sich ausschließlich (zumindest wenn ich dabei war) von Tunfischsandwiches ernährt hat. Neben dem Schlafzimmer hatten wir ein eigenes Bad (das leider dreckig war), eine eigene Küche (die leider dreckig war, weshalb ich auch nie gekocht habe) und ein eigenes Wohnzimmer. Das Hostel sieht echt schön aus und hat stilecht einen eigenen Pool

  Hauseigener Pool

 

1. Tag

Den ersten echten Tag wollte ich gemütlich am Strand verbringen. Es sollte nicht mein Tag werden Die Frau an der Rezeption meinte zu mir dass der Beach zu Fuß in 20 Minuten zu erreichen sei. Dummerweise laufen Amis nie und haben deshalb auch Fußwege überhaupt nicht einschätzen. Zuerst fand ich es ja ganz schön durch Fort Lauderdale zu laufen. An den ganzen Gekos vorbei und ich bekam auch ein Gefühl, warum man es das Venedig Amerikas nennt (seht euch die Bilder an). Als ich dann aber ne Stunde gelaufen war hätte ich mir schon allmählich mal den Strand gewünscht. Zumal es so um die 35-40 Grad war und mein Wasser sich dem Ende näherte. Irgendwann bin ich dann angekommen und ich muss echt sagen: Wunderschön diese Stände. Und man ist nicht so dicht an dicht gedrängt wie in Europa… echt herrlichJ Einzig das Meerwasser war für meine Geschmack ein bisschen zu warm, aber Schwamm drüber. Nachmittags bin ich eingeschlafen am Strand. Dann durfte ich auch feststellen warum der Flug so billig war… es war Regensaison! Monsunartige Regefälle! Ich flüchtete mich so schnell ich könnte, aber war trotzdem total durchnässt. Ich habe dann den Bus zurück genommen (der sagenhafte 50 Cent kostete). Natürlich hat der Busfahrer die Klimaanlage auf gefühlte -20 Grad gestellt und ich war in meinen nassen Klamotten. Als ich als Eiszapfen ausgestiegen bin,  war der Regen auch schon wieder vorbei. Abends habe ich mich noch in die Lounge unseres Hostels begeben. Ein Ami und zwei Ukrainer fragten mich dort, ob ich Lust hätte mit ihnen am nächsten Tag nach Key West zu fahren und natürlich hatte ich

 

 

2. Tag

Nach drei Stunden  Fahrt entlang der Keys kamen wir in Key West an. Und ich muss sagen, es ist der Hammer. Das ganze karibische Flair, wow Wahnsinn! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schön es dort ist. Wir sind in das Hemmingway Haus, das er seinen Katzen vererbt hatte. Wunderschön, schaut es euch an. Genauso möchte ich leben, wenn ich mal alt bin. Dann sind wir noch auf den Leuchtturm und durch den Hafen geschlendert. Man merkt überall, dass Kuba nur 100 Kilometer weg ist. Natürlich gab es zum Abendessen kubanische Küche.  Ach und auf einer Kunstaustellung war ich auch noch, ich durfte nur leider keine Bilder machen


   sein Wohnzimmer


 


  Die Bewohner des Hauses

 

  Leuchtturm

überall sind leckere Tiere auf der Straße

   Jaja Kuba ist nur 100 Kilometer weg, merkt man..

 

3. Tag

Am dritten Tag habe ich erst einmal ausgeschlafen. Dann bin ich runter nach Miami Downtown gefahren. Leider habe ich meine Kamera vergessen L. Ich habe aber auch nicht viel gesehen. Ich musst mich ja gleich auf den Weg machen um im Pub, Dortmund-Bremen zu gucken. Nach dem Sieg J habe ich mich mir noch nen bisschen Downtown angeguckt. Aber es war so verdammt heiß, dass ich die meiste Zeit in Kaufhäusern verbracht hatte. Abends hat mich dann Monica zu sich eingeladen zum Dinner. Ihr Sohn war leider nicht dar, aber ihr Mann Wawrick. Ein schwarzer Fußballverrückter (Man United Fan), ich würde sagen er könnte knapp 10 Jahre jünger sein als sie. Der war auch sehr lustig. Es gab Paella, eigentlich nicht unbedingt mein Fall. Es war aber trotzdem sau lecker

 

4. Tag

Den letzten Tag war ich nochmals mit den Leuten, mit denen ich auch nach Key West gefahren bin unterwegs. Wir sind erneut nach Miami Beach gefahren. Sau schön war es. Außer, dass mich ne Qualle „gebissen“ (was machen Quallen eigentlich ganz genau?) hat. Zuerst war es ein rießen Schmerz am Arm, nach ner halben Stunde war aber wieder alles okay. Abends bin ich dann noch 90er Jahre klischeemäßig Inliner entlang der Promenade gefahren. Es hat nur noch der klassische Walkman gefehlt

ein klein bisschen Italien Flair

Das war es von meinem Urlaub in Florida fürs Erste. Ich melde mich die Tage um die Einführungswoche zu beschrieben. Ihr braucht keine Angst haben, danach werde ich unregelmäßiger hierein posten

 P.S.: Ich weiss nicht wieso der Blog die Drehung bei den Bildern nicht übernimmt, ich versuche es aber bis zum nächsten mal herauszufinden

7.9.13 19:21, kommentieren